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Werkstoffforum INFORMATIV Folge 10: DPP – Pflicht oder Mehrwert für die Kunststoffindustrie? Teil 2

Vortrag:
easyDPP: Digitale Produktpässe in der Praxis – Softwaregestützte Umsetzung und Anwendungsbeispiele

Referent:
Thilo Grollmann
celano GmbH

Inhalt:

In diesem Vortrag wird vorgestellt, wie sich die Anforderungen des Digitalen Produktpasses mit einer praxisorientierten Softwarelösung umsetzen lassen. Im Fokus steht easyDPP als modularer und branchenunabhängiger Softwarebaukasten, mit dem Produktinformationen strukturiert erfasst, verwaltet und entlang der Wertschöpfungskette verfügbar gemacht werden können. Anhand eines Anwendungsbeispiels beziehungsweise einer Live-Demonstration werden die technischen und organisatorischen Anforderungen an die Bereitstellung relevanter Produktdaten erläutert. Der Beitrag zeigt damit, wie digitale Informationssysteme die Rückverfolgbarkeit von Materialien verbessern und die Datengrundlage für zirkuläre Wertschöpfungsketten schaffen können. Damit adressiert der Vortrag eine zentrale Herausforderung des Werkstoffforums der Zukunft: die transparente Bereitstellung werkstoff- und produktbezogener Informationen als Voraussetzung für Recycling, Ressourceneffizienz und geschlossene Materialkreisläufe.

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Werkstoffforum INFORMATIV Folge 10: DPP – Pflicht oder Mehrwert für die Kunststoffindustrie? Teil 1

Vortrag:
Der Digitale Produktpass – Die digitale Basis für die Kreislaufwirtschaft

Referentin:
Katharina Prammer
Kunststoff-Institut Lüdenscheid GmbH

Inhalt:
In diesem Vortrag gibt Katharina Prammer einen Überblick über den Digitalen Produktpass (DPP) und dessen Bedeutung für die Kunststoffindustrie im Zuge der europäischen Ökodesign-Verordnung und weiterer regulatorischer Anforderungen. Erläutert werden die künftig geforderten Produktinformationen, die Rolle des DPP entlang zirkulärer Wertschöpfungsketten sowie die unterschiedlichen Informationsbedarfe von Herstellern, Nutzern, Reparaturbetrieben, Handel und Recyclingwirtschaft. Anhand von Beispielen werden die Potenziale des DPP für Reparatur, Wiederverwendung, Remanufacturing und Recycling dargestellt sowie Möglichkeiten zur Qualitätsüberwachung, Effizienzsteigerung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle aufgezeigt. Der Vortrag verdeutlicht damit, wie digitale Produktdaten Transparenz über Materialströme schaffen und die hochwertigere Kreislaufführung von Kunststoffen unterstützen können – eine zentrale Voraussetzung für die Transformation zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft im Sinne des Werkstoffforums der Zukunft.

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Digitaler Innovations-Dialog, Teil 6

Innovations-Dialog „Hochschule – Forschung – Mittelstand“ vom 16.07.2026

Vortrag:
Aktueller Stand des Kunststoffrecyclings in der Schweiz

Referentin:
Dr.-Ing. Almut Sanchen
Sanchen Consulting GmbH
OST – Ostschweizer Fachhochschule, Institut WERZ, Zug (Schweiz)

Inhalt:
Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand des Kunststoffrecyclings in der Schweiz und beleuchtet sowohl regulatorische Rahmenbedingungen als auch bestehende und neu entstehende Recyclingstrukturen. Vorgestellt werden Sammel- und Verwertungssysteme für Kunststoffabfälle, die besondere Rolle des PET-Recyclings sowie aktuelle Initiativen zur stärkeren stofflichen Nutzung von Verpackungs-, Industrie- und Konsumkunststoffen. Darüber hinaus werden neue gesetzliche Anforderungen, Brancheninitiativen und Forschungs- und Industrieprojekte vorgestellt, die den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz unterstützen sollen. Der internationale Vergleich macht deutlich, welche Herausforderungen und Chancen beim Aufbau leistungsfähiger Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen bestehen und welche Ansätze bereits erfolgreich umgesetzt werden. Damit liefert der Beitrag wertvolle Impulse für eine zentrale Fragestellung des Werkstoffforums der Zukunft: wie sich regulatorische Rahmenbedingungen, Infrastruktur und industrielle Wertschöpfung gemeinsam weiterentwickeln müssen, um hochwertige Kunststoffkreisläufe zu etablieren.

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Digitaler Innovations-Dialog, Teil 5

Innovations-Dialog „Hochschule – Forschung – Mittelstand“ vom 16.07.2026

Vortrag:
Aufarbeitung von Kunststoffen und kunststoffhaltigen Verbundmaterialien aus heterogenen Abfallströmen

Referentin:
Franziska Blauth
Abteilungsleiterin Wasseraufbereitung & Membrantechnik sowie langjährige stellvertretende Abteilungsleiterin Ressourcen & Recyclingtechnik
Institut für Umwelttechnik und Analytik (IUTA), Duisburg

Inhalt:
Der Vortrag stellt Forschungsansätze zur Aufarbeitung komplexer Kunststoff- und Verbundmaterialströme vor, deren Recycling aufgrund unterschiedlicher Materialzusammensetzungen und fester Verbundstrukturen besonders anspruchsvoll ist. Anhand aktueller Projekte werden Verfahren zur Charakterisierung, Zerkleinerung, Stofftrennung und weiteren Verwertung glasfaserverstärkter Kunststoffe sowie kunststoffhaltiger Membranmaterialien aus der Wasseraufbereitung erläutert. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie aus heterogenen Abfallströmen möglichst reine und weiterverwertbare Fraktionen gewonnen werden können, um hochwertige Recyclingpfade zu ermöglichen. Darüber hinaus werden verschiedene Prozessketten bewertet, die sowohl die Rückgewinnung von Kunststoffen als auch die Wiederverwendung funktioneller Materialien berücksichtigen. Der Beitrag verdeutlicht damit, welche Bedeutung gezielte Aufbereitungs- und Trenntechnologien für die Kreislaufführung technisch anspruchsvoller Werkstoffe haben, die bislang nur eingeschränkt recycelt werden können – ein zentrales Handlungsfeld des Werkstoffforums der Zukunft.

www.werkstoff.forum.de

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Digitaler Innovations-Dialog, Teil 4

Innovations-Dialog „Hochschule – Forschung – Mittelstand“ vom 16.07.2026

Vortrag:
Chemisches Recycling von Textilien – Aktuelle Forschungs- und Förderprojekte

Referentin:
Juliane Wipperfürth
Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University

Inhalt:
Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte zum chemischen Recycling textiler Materialien und zeigt, wie sich komplexe Textilabfälle wieder in hochwertige Rohstoffe für neue Fasern und Textilien überführen lassen. Vorgestellt werden verschiedene Ansätze für Polyester, Polyamide, Polyacrylnitril und PLA, bei denen Verfahren wie Depolymerisation, Solvolyse, Methanolyse oder Pyrolyse eingesetzt werden, um aus gemischten oder schwer recycelbaren Textilien erneut nutzbare Ausgangsstoffe zu gewinnen. Dabei werden sowohl technische Herausforderungen wie Materialverbunde, Farbstoffe und Verunreinigungen als auch Fragen der industriellen Skalierung und Fördermöglichkeiten behandelt. Anhand mehrerer Forschungsprojekte wird deutlich, wie chemische Recyclingverfahren dort eingesetzt werden können, wo mechanische oder thermomechanische Verfahren an Grenzen stoßen. Der Beitrag zeigt damit, wie hochwertige Faser-zu-Faser-Kreisläufe für textile Kunststoffanwendungen aufgebaut werden können und adressiert eine zentrale Zielsetzung des Werkstoffforums der Zukunft: den Erhalt von Werkstoffqualität über mehrere Nutzungszyklen hinweg.

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Digitaler Innovations-Dialog, Teil 3

Innovations-Dialog „Hochschule – Forschung – Mittelstand“ vom 16.07.2026

Vortrag:
Kunststoffe im Lebenszyklus von Elektrofahrzeugen – Zusammensetzung & ReUse-Potenzial

Referent:
Philipp Schetter
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
IWARU – Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen, Umwelt
FH Münster

Inhalt:
Der Vortrag untersucht die Rolle von Kunststoffen im Lebenszyklus von Elektrofahrzeugen und zeigt, welche Chancen sich für Demontage, Wiederverwendung und Recycling ergeben. Anhand der detaillierten Zerlegung eines Elektrofahrzeugs werden die verbauten Kunststoffarten, Materialverbunde und Demontageanforderungen analysiert, um belastbare Daten für zukünftige Kreislaufstrategien zu gewinnen. Im Fokus stehen insbesondere die Identifikation recyclingrelevanter Kunststofffraktionen, die Herausforderungen bei schwarzen oder komplex aufgebauten Bauteilen sowie die Frage, welche Komponenten sich für ReUse-Konzepte eignen. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie bereits bei Fahrzeugdesign, Materialauswahl und Demontageplanung die Voraussetzungen für eine effizientere Kreislaufführung geschaffen werden können. Damit greift der Vortrag eine zentrale Zielsetzung des Werkstoffforums der Zukunft auf: technische Kunststoffe aus langlebigen Produkten hochwertig im Kreislauf zu halten und neue Wege für Wiederverwendung und werkstoffliches Recycling zu erschließen.

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Digitaler Innovations-Dialog, Teil 1

Innovations-Dialog „Hochschule – Forschung – Mittelstand“ vom 16.07.2026

Vortrag:
Mechanisches Recycling von Textilien; im Schwerpunkt Kunststofffraktionen – Kreislaufwirtschaft in der Bekleidungsindustrie und Überblick über potenzielle Förderprogramme

Referent:
Dr. Georg Stegschuster
Leiter Recycling Atelier
Institut für Textiltechnik Augsburg (ITA Augsburg)

Inhalt:
Der Vortrag gibt einen Einblick in das mechanische Recycling von Alttextilien und zeigt, wie sich textile Abfallströme systematisch für eine hochwertige Wiederverwertung erschließen lassen. Vorgestellt wird das „Recycling Atelier“ als Modellfabrik für die Erfassung, Sortierung, Aufbereitung und Rückführung von Textilien in neue Produkte, einschließlich Ansätzen zur automatisierten Materialerkennung und Qualitätssicherung. Anhand von Praxisbeispielen wird erläutert, welche Herausforderungen insbesondere Mischtextilien, sortenreine Stoffströme und die wirtschaftliche Bereitstellung von Rezyklaten für die industrielle Nutzung darstellen. Darüber hinaus werden Möglichkeiten der Forschungs- und Projektförderung vorgestellt. Der Beitrag greift damit eine zentrale Fragestellung des Werkstoffforums der Zukunft auf: wie sich komplexe Materialströme durch geeignete Sortier-, Aufbereitungs- und Recyclingprozesse wieder in hochwertige industrielle Kreisläufe zurückführen lassen.

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Digitaler Innovations-Dialog, Teil 2

Innovations-Dialog „Hochschule – Forschung – Mittelstand“ vom 16.07.2026

Vortrag:
Rückgewinnung komplexer Kunststoffabfälle mit intelligenten Trenn- und Sortierprozessen – Schredderleichtfraktion, medizinische Abfälle, Verbundwerkstoffe

Referent:
Malte Vogelgesang
Stellv. Abteilungsleiter Digitalisierung der Ressourcen
Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, Alzenau

Inhalt:
Der Vortrag zeigt, wie komplexe Kunststoffabfälle durch kombinierte Trenn-, Zerkleinerungs- und sensorbasierte Sortierverfahren für hochwertige Recyclingpfade erschlossen werden können. Im Mittelpunkt stehen Verfahren zur Aufbereitung anspruchsvoller Stoffströme wie Schredderleichtfraktionen aus Altfahrzeugen, Verbundwerkstoffen, CFK-Bauteilen sowie kunststoffhaltigen Industrieabfällen. Vorgestellt werden unter anderem hyperspektrale Sortierung, KI-gestützte Materialerkennung, elektrohydraulische Fragmentierung und datenbasierte Prozessoptimierung, um Kunststofffraktionen gezielt für mechanische, lösemittelbasierte oder rohstoffliche Recyclingverfahren bereitzustellen. An Praxisbeispielen wird verdeutlicht, welche Anforderungen an Reinheitsgrade und Sortierqualität gestellt werden und wie sich Wertstoffe aus bislang schwer verwertbaren Abfallströmen zurückgewinnen lassen. Der Beitrag adressiert damit eine Kernaufgabe des Werkstoffforums der Zukunft: zusätzliche technische Kunststoffströme durch innovative Sortier- und Aufbereitungstechnologien für eine hochwertige Kreislaufführung verfügbar zu machen.

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Folge 9: Next Level Wirtschaft Kreislaufmodelle, echte Transformation und smarte Finanzierung, Teil 1

Katharina Prammer (KIMW) – Kreislaufwirtschaft als Motor der Transformation

Vortrag:
Kreislaufwirtschaft als Treiber der Transformation

Referentin:
Katharina Prammer
Kunststoff-Institut Lüdenscheid
Werkstoffforum der Zukunft

Inhalt:
Die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft eröffnet Unternehmen neue strategische Chancen und nachhaltige Wachstumsperspektiven. Katharina Prammer führt in die Grundlagen der Kreislaufwirtschaft ein und zeigt auf, wie zirkuläre Ansätze traditionelle lineare Wertschöpfungsketten ablösen können. Anhand konkreter Praxisbeispiele werden die Konzepte Reuse, Repair, Refurbishment, Remanufacturing und Recycling vorgestellt. Darüber hinaus wird erläutert, welche Potenziale sich für innovative Geschäftsmodelle ergeben und warum Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Transformation ist.

www.werkstoff.forum

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Folge 9: Next Level Wirtschaft Kreislaufmodelle, echte Transformation und smarte Finanzierung, Teil 2

Frau Dr. Julia Reckfort – Wirkung und Wirtschaftlichkeit gemeinsam denken

Vortrag:
Wirkung und Wirtschaftlichkeit gemeinsam denken

Referentin:
Dr. Julia Reckfort
Physikerin, Unternehmensberaterin und Impact-Unternehmerin

Inhalt:
Dr. Julia Reckfort zeigt, warum wirtschaftlicher Erfolg und positive gesellschaftliche sowie ökologische Wirkung keine Gegensätze sein müssen. Anhand konkreter Praxisbeispiele, unter anderem von Wilo, Mann Energie, CUR und DSM, wird verdeutlicht, wie Unternehmen durch innovative Geschäftsmodelle neue Wertschöpfung schaffen, Ressourcen effizienter nutzen und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sein können. Der Vortrag lädt dazu ein, Nachhaltigkeit nicht als isoliertes Projekt, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu betrachten.

www.werkstoff.forum